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Kambodscha Sehenswürdigkeiten,

Angkor Wat Weltwunder & Fluesse Tonle Sap- Mekong, Landschaftsbild, Küste, Gebirge Kambodschas. Das Land ist ein Staat im Herzen von Südostasien & liegt am Golf von Thailand zwischen Thailand, Vietnam & Laos.

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Die Geschichte Kambodschas:

Die Geschichte Kambodschas beginnt mit den ersten Siedlungen, deren erste Spuren auf 4200 v. Chr. datiert werden können. Im engeren Sinne umfasst sie den Zeitraum der letzten 1200 Jahre, in dem sich das Reich der Khmer  entwickelte, wie die Kambodschaner sich selbst und ihre Sprache nennen.

Entwicklung vor Angkor ( Khmer- Reich ) :

Die Khmer, Mitglied der etnischen Gruppe in Kambodscha Thailand und Vietnam vorkommend die die Khmer-Sprache sprechen und Theravada Buddhismus ausüben. Die Khmer bezeichnet :

  • KHMER (Volk), das Staatsvolk von Kambodscha; (Die Khmer- Volk sind das Staatsvolk von Kambodscha und stellen mit mehr als 13 Millionen Einwohnern über 86 Prozent der Bevölkerung dar. In vergangenen Jahrhunderten siedelten sie auch in benachbarten Staaten wie Thailand , Laos und Vietnam. Etwa drei Millionen Khmer leben dort heute noch).
  • KHMER-Sprache, deren Sprache; (Die Khmer-Sprache (, Phéasa Khmér, Aussprache: []; auch: Kambodschanisch oder einfach nur Khmer) ist die Amtssprache Kambodschas. Sie ist Muttersprache der Khmer, der größten Bevölkerungsgruppe des Landes und wird zur austroasiatischen Sprachfamilie gezählt. Sie ist geprägt von der Kultur der südostasiatischen Halbinsel, d.h. von den benachbarten Sprachen Thai und Laotisch, von den Sprachen des Buddhismus– Sanskrit und Pali. Im Gegensatz zu den benachbarten Sprachen Thai, Laotisch und Vietnamesisch ist Khmer keine Tonsprache.)
  • KHMER –Schrift, deren Schrift; (Die Khmer-Schrift (auch kambodschanische Schrift) ist eine von den indischen Schriften abgeleitete Schrift, in der die Khmer-Sprache, die Sprache des kambodschanischen Staatsvolkes der Khmer geschrieben wird. Die frühesten Schriftdokumente stammen aus dem 6. bis 7. Jahrhundert n. Chr. Die Schrift benutzt 33 Konsonanten, 24 Vokale und 14 Initialvokale. Damit scheint Khmer die Alphabetschrift  mit dem weltweit größten Buchstabenumfang zu sein.)
  • Das historische KHMER –Reich, ANGKOR; (Angkor is a region of Cambodia that served as the seat of the Khmer Empire, which flourished from approximately the 9th to 13th centuries. The word Angkor is derived from the Sanskrit nagara , meaning "city". The Angkorian period began in AD 802, when the Khmer Hindu monarch Jayavarman II declared himself a "universal monarch" and "god-king", until 1431, when Ayutthayan invaders sacked the Khmer capital, causing its population to migrate south to the area of Phnom Penh.)
  • Rote KHMER, eine kommunistische Gruppe und Guerillabewegung in Kambodscha ; (Die Roten Khmer  waren eine kommunistische  Guerillabewegung , die 1975 in Kambodscha  an die Macht kam. Ihr Name leitet sich vom kambodschanischen Staatsvolk, den Khmer, ab. Sie wollten das Land mit Gewalt in eine Art Agrarkommunismus überführen. Dieser Prozess umfasste auch die fast vollständige Vertreibung der Bevölkerung der Hauptstadt Phnom Penh und mündete in einem mit großer Grausamkeit ausgeführten beispiellosen Massenmord am eigenen Volk, der weltweite Bekanntheit erlangte. Bis zum Ende ihrer Herrschaft 1978 fielen den roten Khmer nach den verbreitetsten Schätzungen etwa 1,4 bis 2,2 Millionen Kambodschaner zum Opfer. Nach ihrer Vertreibung durch vietnamesische  Invasionstruppen wurden die Roten Khmer erneut zu einer Untergrundbewegung  und dabei zeitweise von verschiedenen, auch westlichen Ländern unterstützt. Die wirksame juristische Aufarbeitung der Verbrechen während ihrer Herrschaft kam erst spät in Gang und dauert bis heute an.)

Funan-Reich :

Während des 1. Jahrtausends v. Chr. entwickelten sich aus den Siedlungen eine Reihe früher Reiche und Stadtstaaten. Diese Reiche hatten noch keine festen Grenzen, die größeren und mächtigeren versuchten daher mit wechselndem Erfolg, ihr Einflussgebiet auszuweiten. Im 1. Jahrhundert gewann dabei eines die Oberhand, dessen Name, Funan , nur in der chinesischen Übersetzung überliefert ist. Vermutlich ist Funan die chinesische Transkription von biu nam (phnom in heutigem Khmer), das Berg bedeutet. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass Funan eine wichtige Station auf den Handels- und Pilgerrouten zwischen China  im Norden und Indien  im Westen war. In Oc Eo im heutigen Vietnam , zu Zeiten Funans ein bedeutender Hafen, wurden neben Gegenständen aus den großen asiatischen Zivilisationen der Zeit sogar solche aus dem Römischen Reich gefunden. Aus dieser Periode stammen auch frühe Einflüsse der indischen Kultur (Hinduismus und Mahayana-Buddhismus , Wissenschaft) auf die sich entwickelnde Zivilisation der Khmer, wobei die einheimische Bevölkerung aber auch ihre eigenen Traditionen in Architektur, Wasserregulation und Landwirtschaft beibehielt und weiterentwickelte.

Chenla- Reich :

In chinesischen Chroniken wird erstmals Mitte des 7. Jahrhunderts ein weiterer Staat in der Nachbarschaft Funans erwähnt, der als Zhenla (auch Chenla) bezeichnet wurde, tatsächlich aber wohl aus mehreren politischen Einheiten bestand. Erst seit Beginn des 7. Jahrhunderts bildete sich hier ein Machtzentrum, besonders unter Isanavarman I. (bezeugt seit 616) mit der Hauptstadt Isanapura (heute in der Provinz Kompong Thom , Kambodscha ). Nach den chinesischen Chroniken zerbrach Zhenla im Jahre 707 in zwei Teile, doch war die Zersplitterung vermutlich weitreichender. Nach der chinesischen Sichtweise gab es ein „Zhenla des Landes“, dessen Zentrum sich im Gebiet der heutigen laotischen  Provinz Champassak  befand, und ein „Zhenla des Meeres“, das im Gebiet des früheren Funan am Mekong -Delta und entlang der Küste lag. Für die Angkor- Region ist im Jahre 713 die Königin Jayadevi, Tochter von König Jayavarman I. (ca. 657-681) bezeugt.

Die Anfänge Angkors ( Khmer- Reich ) : 

Als Gründervater des Khmer-Reiches von Angkor gilt Jayavarman II. (von 802 bis 850 ). Jayavarmans II.,  Sohn - Königs Indravarman I. (reg. 877−889)  starb möglicherweise früh. Ihm folgten mit Rudravarman und Prithivindravarman Angehörige aus der Familie, in die Jayavarman II. eingeheiratet hatte. Name: Yasodharapura – die erste Stadt in Angkor . Tempels Bakong; Preah Ko; Lolei. Indravarman I. (regierte 877−889), der Sohn des Prithivindravarman, ist der eigentliche Gründer des Angkor- Reiches. Ihm gelang es, das Königreich ohne Kriege zu vergrößern und er begann dank des durch Handel und Landwirtschaft erworbenen Reichtums mit umfangreichen Bautätigkeiten, vor allem der Tempel Preah Ko, eingeweiht am 25. Januar 880, und Bakong (881/82) sowie Bewässerungsanlagen. Ihm folgte sein Sohn Yasovarman I. (regierte 889 – ca. 910) der eine neue Hauptstadt, Yasodharapura, errichten ließ - die erste Stadt in Angkor. Der Haupttempel der Stadt wurde auf dem Phnom Bakheng  erbaut, einem Hügel, der etwa 60m über der Ebene von Angkor liegt. Unter Yasovarman I wurde auch der östliche Baray (Yasodharatataka) angelegt, ein gewaltiges Wasserreservoir von 7,5 km Länge und 1,8 km Breite . 921 gründete Jayavarman IV. (regierte 921-941) ein eigenes Königreich mit der Hauptstadt Chok Gargyar (Koh Ker), etwa 120 km nordöstlich von Angkor. Seit 928 beherrschte er auch Angkor. Erst Rajendravarman II. (regierte 944 - 968) brachte den Königshof zurück nach Yasodharapura. Er nahm die umfangreichen Bauvorhaben früherer Könige wieder auf und ließ eine Reihe von Tempeln im Gebiet von Angkor errichten; nicht zuletzt den östlichen Mebon auf einer Insel in der Mitte des östlichen Baray und mehrere buddhistische Tempel und Klöster (eingeweiht am 28. Januar 953). 950 kam es zu einer ersten kriegerischen Auseinandersetzung Kambujas mit dem Reich der Cham im Osten (im heutigen zentralen Vietnam). Von 968 bis 1001 regierte der Sohn von Rajendravarman II., Jayavarman V.. Seine Regentschaft war, nachdem er sich gegen die anderen Prinzen als neuer König durchgesetzt hatte, eine weitgehend friedliche Periode, geprägt von Wohlstand, und einer kulturellen Blütezeit. Er ließ in der unmittelbaren Nachbarschaft Yasodharapuras eine neue Hauptstadt errichten, Jayendanagari. Am Hof von Jayavarman V. lebten Philosophen, Gelehrte und Künstler. Auch neue Tempel wurden errichtet; die bedeutendsten davon sind Banteay Srei (eingeweiht am 22. April 967), der als einer der schönsten und kunstvollsten von Angkor gilt, und Ta Keo , der erste ganz aus Sandstein gebaute Tempel Angkors. Nach dem Tod Jayavarmans V. folgte ein Jahrzehnt der Unruhe. Könige regierten nur wenige Jahre und wurden nacheinander gewaltsam von ihren Nachfolgern vertrieben bis schließlich Suryavarman I. (regierte 1002-1049) den Thron eroberte. Seine Regentschaft war bestimmt von wiederholten Versuchen seiner Widersacher, ihn zu stürzen, und von militärischen Eroberungen. Im Westen erweiterte er das Reich bis zum heutigen Lopburi (Thailand), im Süden bis zum Isthmus von Kra. Im Großraum von Angkor lebten zu dieser Zeit rund 1 Million Menschen. Suryavarman I. begann mit dem Bau des westlichen Baray , dem zweiten und noch größeren Wasserreservoir (8 km x 2,2 km) nach dem östlichen Baray. Mit einer Wassertiefe von 2 bis 3 m hatte es ein Fassungsvermögen von 40 Mio. m³. Die künstliche Bewässerung erlaubte drei Ernten pro Jahr und einen Ertrag von schätzungsweise 2,5 t Reis/ha. Zum Vergleich: Im Mittelalter erntete man in Europa ca. 0,3 t Getreide pro Hektar. Heute liegen gute Ernten bei 4-5 t/ha, Reis bei 5-12 t/ha. Das 11. Jahrhundert war eine Zeit der Unruhen und brutaler Machtkämpfe. Erst Suryavarman II. (regierte 1113 - ca. 1150) gelang es, das Reich zu einen und zu erweitern. Unter seiner Regentschaft wurde in einer Bauzeit von 37 Jahren der größte Tempel Angkors erbaut, der dem Gott Vishnu  geweihte Angkor Wat . Suryavarman II. eroberte das nordwestlich gelegene Mon-Königreich Haripunjaya (heute Nordthailand) und das Gebiet weiter westlich bis zur Grenze des Reiches von Bagan (dem heutigen Myanmar), im Süden weite Teile der malaiischen Halbinsel bis hin zum Königreich Grahi (entspricht ungefähr der heutigen thailändische Provinz Nakhon Si Thammarat), im Osten mehrere Provinzen Champas und die Länder im Norden bis zur Südgrenze des heutigen Laos. Allerdings musste er auch zahlreiche empfindliche Niederlagen hinnehmen. Das Ende Suryavarmans II. ist nicht geklärt. Eine letzte Inschrift, die seinen Namen in Zusammenhang mit der geplanten Invasion Vietnams erwähnt, stammt vom 17. Oktober 1145. Vermutlich starb er während eines Kriegszuges zwischen 1145 und 1150. Wiederum folgte eine Periode der Unruhe (bekannt sind die Herrscher Dharanindravarman II., Yasovarman II. und Tribhuvanaditya) mit Rebellionen. Im Juni 1177 schließlich unterlag Kambuja in einer Seeschlacht auf dem Tonle-Sap-See dem Heer der Cham unter Jaya Indravarman IV. Am 14. Juni 1177 wurde die Hauptstadt geplündert, König Tribhuvanaditya getötet und Kambuja wurde Champa als Provinz eingegliedert. Als Prinz war der spätere König Jayavarman VII. (regierte 1181 - nach 1206; vielleicht bis 1220), Sohn Dharanindravarmans II. und Cudamanis, der Tochter Harsavarmans III., bereits unter früheren Königen Heerführer gewesen. Während der Kriege gegen die Cham hatte sich Jayavarman VII. zeitweilig in die Tempelanlage Preah Khan in der Provinz Preah Vihear zurückgezogen. Nachdem die Cham Angkor erobert hatten, sammelte er ein Heer und eroberte die Hauptstadt Yasodharapura zurück. 1181 bestieg er den Thron und führte den Krieg gegen das östliche Nachbarreich noch 22 weitere Jahre, bis die Khmer im Jahr 1203 Champa besiegten und große Teile des Landes eroberten. Als der letzte der großen Könige von Angkor gilt Jayavarman VII. nicht nur wegen des erfolgreichen Krieges gegen die Cham, sondern auch, weil er kein tyrannischer Herrscher war, wie seine direkten Vorgänger, das Reich einte und schließlich vor allem wegen der unter seiner Regentschaft verwirklichten Bauvorhaben. Es entstand die heute als Angkor Thom (wörtlich: Große Stadt) bekannte neue Hauptstadt. Im Zentrum ließ der König, selbst ein Anhänger des Mahayana -Buddhismus , als Haupttempel den Bayon mit seinen 49 Türmen mit meterhohen, aus dem Stein gehauenen Gesichtern des Bodhisattva   Lokeshvara (auch Avalokiteshvara) errichten. Weitere wichtige Tempel, die unter Jayavarman VII. gebaut wurden, sind Ta Prohm , Banteay Kdei  und Neak Pean, sowie das Wasserreservoir Srah Srang. Daneben wurde ein umfangreiches Straßennetz angelegt, das alle Städte des Reiches verband. Entlang dieser Straßen entstanden 121 Rasthäuser für Händler, Beamte und Reisende. Nicht zuletzt ließ er 102 Spitäler errichten, die dem „Medizin-Buddha“ Bhaisajyaguru geweiht waren.

Machtverlust

Wer nach dem Tod Jayavarmans VII. König wurde, ist ungewiss. Es ist lediglich bekannt, dass im Jahr 1243 oder 1244 König Indravarman II. starb. Im Jahr 1220 zogen sich nach Cham-Quellen die Khmer aus vielen der zuvor eroberten Provinzen Champas zurück. Im Westen gewannen die Thai an Macht, schufen das erste Thai-Königreich Sukhothai und drängten die Khmer zurück. Die Thai wurden in den folgenden 200 Jahren zu Hauptgegnern Kambujas. Während des 13. Jahrhunderts kam es zu einer heftigen Reaktion gegen die buddhistische Phase Angkors. Die meisten Buddha-Statuen Angkors wurden zerstört (Archäologen schätzen deren Zahl auf über 10.000, von denen nur wenige erhalten blieben) und buddhistische in hinduistische Tempel umgewandelt. Auf Indravarman II. folgte entweder unmittelbar 1243 oder später (1267) Jayavarman VIII. (regierte bis 1295). Von außen wurde das Reich 1283 von den Mongolen unter Kublai Khans General Sagatu bedroht. Indem der König Tribut an den mächtigen Herrscher, der zu dieser Zeit über ganz China regierte, bezahlte, konnte er einen Krieg mit dem übermächtigen Gegner vermeiden. Jayavarmans VIII. Herrschaft endete 1295, als er von seinem Schwiegersohn Srindravarman (regierte 1295 - 1309) gestürzt wurde. Der neue König war Anhänger des Theravada Buddhismus, einer buddhistischen Schule , die aus Sri Lanka  nach Südostasien  gekommen war und in der Folge in großen Teilen Südostasiens Verbreitung fand. Im August 1296 kam der chinesische  Botschafter Zhou Daguan (auch Chou Ta-Kuan) nach Angkor und blieb bis Juli 1297 am Hof König Srindravarmans. Er war nicht der erste und auch nicht der letzte chinesische Abgesandte, der Kambuja besuchte. Einen besonderen Stellenwert nimmt sein Aufenthalt aber dadurch ein, dass Zhou Daguan danach einen detaillierten Bericht über das Leben in Angkor verfasste. Seine Aufzeichnungen gelten heute als eine der bedeutendsten Quellen zum Verständnis des historischen Angkor. Neben Beschreibungen einiger großer Tempel (Bayon, Baphuon, Angkor Wat), denen wir das Wissen, dass z.B. die Türme des Bayon mit Gold überzogen waren, verdanken, bietet der Text auch wertvolle Informationen über das Alltagsleben und die Gebräuche der Bewohner Angkors. Aus der Zeit nach Srindravarmans Regentschaft gibt es nur wenige historische Aufzeichnungen. Eine Inschrift auf einer Säule, die vom Regierungsantritt eines Herrschers namens Jayavarman berichtet, datiert diesen entweder auf das Jahr 1267 oder1327. Auch wurden keine großen Tempelanlagen mehr errichtet. Historiker vermuten einen Zusammenhang mit dem Umstand, dass die Könige nun Theravada Buddhisten waren und somit keine Notwendigkeit mehr bestand, den Göttern, unter deren Schutz sie standen, eigens riesige Tempel zu errichten. Die These, dass in der späteren Zeit die Anlagen zur Wasserregulierung verfielen, ist nicht gesichert, da es aus der Zeit zwischen 1308 und 1546 keine einheimischen Dokumente (Inschriften) gibt. Der westliche Nachbar, das erste Thai-Königreich Sukhothai, wurde 1350 von Ayutthaya , ebenfalls einem Reich der Thai, erobert. Es kam im 14. Jahrhundert zu mehreren Angriffen auf Kambuja, die aber noch zurückgeschlagen werden konnten. Nach Thai-Chroniken eroberten diese 1431 Angkor, aber auch dies war nur eine vorübergehende Besetzung. Nicht zuletzt aus handelspolitischen Gründen wurde das Zentrum des Khmer-Reiches nach Süden, in die Region des heutigen Phnom Penh verlegt. Angkor wurde jedoch nicht vollständig verlassen. Der Niedergang der Stadt Angkor, nicht des Khmer-Reiches, wäre also vor allem eine Folge der Verschiebung der wirtschaftlichen - und damit politischen - Bedeutung gewesen, da Phnom Penh zu einem wichtigen Handelszentrum am Mekong wurde. In jedem Fall gibt es Zeugnisse für eine weitere Nutzung Angkors. König Ang Chand (regierte ca. 1530−1566) ließ am Angkor Wat in den Jahren 1546 und 1564 zwei unvollendet gebliebene Galerien mit Friesen versehen. Unter der Herrschaft des Königs Barom Reachea I. (regierte 1566−1576), dem es zeitweilig gelang die Thai zurückzudrängen, wurde der Königshof für kurze Zeit wieder nach Angkor verlegt. Insgesamt wurden am Angkor Wat und anderen Tempeln Angkors im Zeitraum von 1546 bis 1747 über 40 Stifterinschriften angebracht. Aus dem 17. Jahrhundert stammen japanische Dokumente über japanische Siedlungen neben denen der Khmer, die immer noch in dem Gebiet lebten. Die bekannteste erzählt von Ukondafu Kazufusa, der dort 1632 das Neujahrsfest der Khmer feierte.

Französische Kolonialherrschaft und Vietnamkrieg 

Um eine völlige Übernahme des Reichs durch Thailand und Vietnam zu verhindern, wandte sich Kambodscha an Frankreich, das1859 das südliche Vietnam eingenommen hatte. 1863 wurde das Land unter König Norodom I. zum Protektorat Frankreichs, 1887 ging es gemeinsam mit Vietnam und später auch Laos in der Indochinesischen Union  auf. Ab 1884 setzten die Franzosen eigenmächtig französische Beamte ein, womit Kambodscha de facto eine Kolonie Frankreichs wurde. Offiziell blieb die Monarchie zwar bestehen, doch die Abhängigkeit war komplett. Unter französischer Führung wurden Kautschukplantagen angelegt und eine Eisenbahnlinie zwischen Phnom Penh und Bangkok  gebaut. Kambodschas Hauptstadt wurde zu einer modernen Metropole. Da die Franzosen aber auch hohe Abgaben verlangten und einen nicht entlohnten Arbeitsdienst einführten, bildeten sich Widerstandsbewegungen wie etwa die Khmer Issarak  (Freie Khmer). Als die Japaner  im Zuge des Zweiten Weltkriegs das Land besetzten, ersetzten sie zwar die französischen Behörden in Vietnam, den Beamten in Kambodscha erlaubten sie jedoch – wegen der Kooperation mit Vichy-Frankreich  – ihre Posten zu behalten, sodass Kambodscha offiziell unter französischer Kontrolle verblieb. Der 1941 von den Franzosen eingesetzte König Norodom Sihanouk folgte allerdings den panasiatischen Aufrufen Japans und kündigte am 12. März 1945 noch unter dem Schutz japanischer Truppen einseitig alle Verträge mit Frankreich. Nach dem Abzug der Japaner und der Besetzung Phnom Penhs durch die Briten wurde Frankreich wieder zur Schutzmacht. Die Khmer Issarak verbündeten sich mit den vietnamesischen Vietminh und führten gemeinsam mit ihnen einen Guerillakrieg gegen die Franzosen, die 1954 auf der Genfer  Indochinakonferenz die Unabhängigkeit Kambodschas anerkennen mussten. Sihanouk, der als König seinem Vater zugunsten abgedankt hatte und das Land als Staatschef weiterhin lenkte, versuchte nach der Unabhängigkeit und auch während des Vietnamkrieges , eine Politik der Neutralität zu führen. Durch den Ho-Chi-Minh-Pfad  und Nachschublager der Vietminh im Osten des Landes griff der Krieg jedoch auf Kambodscha über. Nachdem die Vereinigten Staaten sich zunächst auf Bombardements im Osten des Lands beschränkt hatten, stürzten 1970 kambodschanische Offiziere unter General Lon Nol Sihanouk mit amerikanischer Hilfe. Die USA waren der Meinung, dass die Regierung Sihanouk nicht entschieden genug gegen die Vietminh vorgegangen war. Lon Nol, der bereits seit 1969 Premierminister war, wurde 1972 Präsident und rief die Republik Khmer aus. Südvietnamesische und amerikanische Truppen unterstützten nun im Lande die Regierungseinheiten im Kampf gegen die Vietminh und die Nordvietnamesische Volksarmee.

Das Regime von Rote Khmer

Die Roten Khmer waren eine maoistisch-nationalistische Guerillabewegung, die 1975 in Kambodscha an die Macht kam. Ihr Name leitet sich von der mehrheitlichen Ethnie Kambodschas, den Khmer ab. Die Roten Khmer wollten die Gesellschaft mit Gewalt in einen Agrarkommunismus überführen. Dieser Prozess umfasste auch die fast vollständige Vertreibung der Bevölkerung der Hauptstadt Phnom Penh und mündete in einem Massenmord an der kambodschanischen Bevölkerung, der weltweite Bekanntheit erlangte. Bis zum Ende ihrer Herrschaft 1978 fielen den roten Khmer nach den verbreitetsten Schätzungen etwa 1,7 bis 2,2 Millionen Kambodschaner zum Opfer. Nach ihrer Vertreibung durch vietnamesische Invasionstruppen wurden die Roten Khmer erneut zu einer Untergrundbewegung und dabei zeitweise von verschiedenen, auch westlichen Ländern unterstützt, bis sie sich 1998 endgültig auflösten. Die wirksame juristische Aufarbeitung der Verbrechen während ihrer Herrschaft kam erst spät in Gang und dauert bis heute an.

Ursprünge

Die Roten Khmer hatten ihren Ursprung in der Kommunistischen Partei Kambodschas, die 1951 aus der indochinesischen KP entstand. Die Unterdrückung der kambodschanischen Kommunisten durch König Norodom Sihanouk und danach General Lon Nol veranlasste viele der Parteimitglieder und -anhänger zur Flucht nach Nordvietnam, während eine sich aus der Bauernschaft rekrutierende Fraktion mit Hang zum Nationalismus, zu der auch der Student Pol Pot und andere spätere Khmer-Führer zählen, zurückblieb und im Untergrund den Kampf aufnahm. Bis 1970 hatte Sihanouk Kambodscha aus den die Region erschütternden Krisen (Vietnamkrieg und dessen Ausweitung auf Laos) durch geschickte Diplomatie herausgehalten und das Land galt als eines der politisch stabileren in Südostasien. Den USA war es ein Dorn im Auge, dass die gegen die amerikanischen Truppen in Vietnam kämpfende vietnamesische FNL (Vietcong) den östlichen Teil des kambodschanischen Territoriums als Transportweg (Ho-Chi-Minh-Pfad) und Rückzugsgebiet nutzte. Die FNL unterstützte auch die kleine Gruppe der kommunistischen Khmer-Partisanen. Die Gruppe hatte sich mehrfach umbenannt, weshalb König Sihanouk gegenüber der Presse den zusammenfassenden Begriff „Rote Khmer“ verwendete, der sich dann im Ausland durchsetzte; selber hatten sich die Roten Khmer nie so bezeichnet. Am 18. März 1970 wurde der Armeegeneral Lon Nol– während eines Auslandsaufenthaltes von Staatschef Sihanouk – durch einen von den USA unterstützten Putsch an die Macht gebracht und erhielt von den USA umfangreiche Wirtschafts- und Militärhilfe. Mit seiner Billigung versuchten Richard Nixon und sein Außenminister Henry Kissinger, Kambodscha von der FNL militärisch zu säubern. Indem sie den Krieg gegen das kommunistische Nordvietnam und den Vietkong auf kambodschanischen Boden ausdehnten, opferten die USA die Integrität des letzten unabhängigen Staates Indochinas . Ihre Flächenbombardements forderten mindestens 200.000 Menschenleben, vornehmlich unter Zivilisten, und trugen dazu bei, einen großen Teil der Bevölkerung in dieArme der Roten Khmer zu treiben. Von amerikanischen B-52 -Flugzeugen wurden vom 4. Oktober 1965 bis zum 15. August 1973 insgesamt 2.756.941 Tonnen und alleine 1973 doppelt soviele Bomben über Kambodscha abgeworfen wie über Japan während des gesamten Zweiten Weltkrieges (im gesamten Zweiten Weltkrieg - inkl. Hiroshima (15.000 Tonnen) und Nagasaki (20.000 Tonnen) - wurden 2 Millionen Tonnen Bomben abgeworfen. Kambodscha ist halb so groß wie Deutschland) . Dass Vietnamesen und Amerikaner ihren Krieg nach Kambodscha trugen, erklärt den nationalistischen und hasserfüllten Kurs der Roten Khmer somit zu einem gewissen Teil. Der kambodschanische Nationalismus hat seinen Ursprung nicht erst in den 1970er-Jahren, sondern in den Auseinandersetzungen mit den benachbarten Vietnamesen (vgl. Champa) und Thai (vgl. Sukhothai, Ayutthaya) nach dem Niedergang des historischen Reiches von Angkor, der jahrhundertelangen teilweisen Fremdherrschaft und schließlich der Einverleibung Kambodschas in das französische Kolonialreich (Französisch-Indochina). Sihanouk selbst floh in die Volksrepublik China und arrangierte sich dort, von den Chinesen dazu gedrängt, mit den Roten Khmer, so dass er einer Exilregierung unter deren Beteiligung vorstand. Diese eroberten in den nächsten Jahren weite Teile Kambodschas, so dass die Lon-Nol-Regierung zuletzt nur noch Phnom Penh unter ihrer Kontrolle hatte.

Herrschaft der Roten Khmer

Am 17. April 1975 wurde Phnom Penh von den Roten Khmer eingenommen, das „Demokratische Kampuchea“ ausgerufen und der im Exil lebende Norodom Sihanouk als Staatsoberhaupt eingesetzt. Die meisten Einwohner der Stadt freuten sich über das Ende der Kämpfe und begrüßten die einmarschierenden Truppen jubelnd. Ein großer Teil der Kämpfer bestand aus Kindersoldaten, die zu diesem Zeitpunkt nichts anderes als die Schrecken des Krieges kannten. Die Stimmungslage kippte schnell, als Pol Pot und die Roten Khmer mit der Errichtung eines Terrorregimes begannen. Am 4. April 1976 wurde Norodom Sihanouk wegen seiner Kritik am Kurs der Roten Khmer als Staatsoberhaupt abgesetzt und unter Hausarrest gestellt, Khieu Samphan zum neuen Staatsoberhaupt und Pol Pot zum Regierungschef ernannt. Geheimhaltung Eine Eigenheit der Herrschaft in Kambodscha, die sie von den anderen Diktaturen unterschied, war die völlige Geheimhaltung von Partei und führenden Funktionären. Sie verbargen sich hinter einer vorgeblichen Organisation mit der Bezeichnung Angka . Den ersten öffentlichen Auftritt absolvierte Pol Pot erst rund ein Jahr nach der Machtübernahme im März 1976 als „Arbeiter einer Kautschukplantage “. Pol Pot ließ keine Biografie von sich veröffentlichen, es gab keine Textsammlungen und nur wenige Fotos von ihm. Viele Kambodschaner erfuhren erst nach seinem Sturz von der Identität ihres Regierungschefs. Ideologie und Wirklichkeit Den kommunistischen Ideen hing Pol Pot schon als junger Mann an und trat mit 18 Jahren in die KP Kambodschas ein und wenig später, als Student in Paris, in die KP Frankreichs. Die Ursachen für die Armut Kambodschas sah er neben der Korruption des Lon-Nol-Regimes gerade im Unterschied von Stadt und Land. Also glaubte er, das Bauerntum stärken und alles Städtische zerstören zu müssen. Die sofortige Deportation der Stadtbevölkerung auf die Reisfelder des Landes verwandelte das zuvor über zwei Millionen Einwohner zählende Phnom Penh binnen weniger Tage in eine Geisterstadt, ebenso wurden die Provinzhauptstädte entvölkert. Auf diesem „langen Marsch“, der bis zu einem Monat dauerte, starben tausende Menschen (insbesondere Ältere und Kinder) aufgrund der Strapazen. Bald war jeder Überlebende zum Arbeiter gewandelt und gezwungen, eine schwarze Einheitskleidung zu tragen, die jede Individualität beseitigen sollte. Die Sprecher der Roten Khmer verkündeten den Beginn eines neuen revolutionären Zeitalters, in dem jede Form der Unterdrückung und der Gewaltherrschaft abgeschafft sei. In den ersten Monaten dieser revolutionären Ära verwandelte sich das Land in ein gigantisches Arbeits- und Gefangenenlager. Tagesarbeitszeiten von zwölf Stunden oder mehr waren keine Seltenheit, und jeder Schritt der Arbeiter wurde so überwacht, dass f ast jeder um sein Leben fürchten musste. So konnte auch, wer zu spät zur Arbeit kam, wegen des Verdachts auf Sabotage hingerichtet werden. Geld wurde abgeschafft, Bücher wurden verbrannt, Lehrer, Händler und beinahe die gesamte intellektuelle Elite des Landes wurde ermordet, um den Agrarkommunismus, wie er Pol Pot vorschwebte, zu verwirklichen. Die beabsichtigte Verlagerung der Wirtschaftstätigkeit aufs Land bedingte deren vollständiges Erliegen, da auch Industrie- und Dienstleistungsbetriebe – Banken, Krankenhäuser, Schulen – geschlossen wurden. Des Weiteren verboten die Roten Khmer jegliche Religionsausübung. Im Zuge seiner Bestrebungen zur Auslöschung der Religion ließ das Pol-Pot-Regime Hunderte von buddhistischen Klöstern, christlichen Kirchen und Moscheen zerstören. 1976 stellte Pol Pot einen Vier-Jahres-Plan auf, der alle Klassenunterschiede beseitigen und das Land in eine „blühende kommunistische Zukunft“ führen sollte. Die landwirtschaftliche Produktivität Kambodschas sollte verdreifacht werden, um durch Nahrungsexporte die benötigten Devisen zu erhalten. Doch dieses Ziel wurde nicht erreicht, da die wirtschaftliche Infrastruktur größtenteils zerstört war und die Landarbeiter zu einem großen Teil ohne Arbeitsgeräte auskommen mussten. Die Versorgung mit Nahrung brach auch durch Fehlplanung und Misswirtschaft zusammen. Da lokale Führungskräfte Repressalien befürchteten, fälschten sie die Ernteberichte. Der Ertrag wurde dennoch abgeführt. Nahrungsmangel und Zwangsarbeit sowie fehlende medizinische Versorgung führten zum Tod Hunderttausender. Viele der verantwortlichen Führungskräfte wurden wegen Sabotage des Vier-Jahres-Plans inhaftiert und kamen ums Leben. Gleichzeitig wurden sogenannte Massensäuberungen durchgeführt. Wer im Verdacht stand, mit Ausländern zu kollaborieren, wurde mit Ehegatten und Kindern getötet. Nicht nur Pol Pot und die Roten Khmer machten Vietnamesen und andere Ausländer für die Notlage Kambodschas verantwortlich. Die Vietnamesen waren nicht nur unbeliebt, weil sie den Krieg mit nach Kambodscha getragen hatten, sondern auch weil sie – von den Franzosen zur Zeit des kolonialen Französisch-Indochina für Verwaltungsaufgaben ins Land geholt – für viele ein Symbol für die Fremdbestimmung des Landes darstellten. Die „Bourgeoisie“ wurde „abgeschafft“, und um ein „Bourgeois“ zu sein, reichte es oft, lesen oder eine Fremdsprache (vor allem Französisch) sprechen zu können. Wie unter Stalins Herrschaft wurden auch unter der Diktatur der Roten Khmer massenhaft Oppositionelle wie Monarchisten und Anhänger des Lon-Nol-Regimes und deren Ehegatten und Kinder getötet, aber auch jene Kommunisten, welche kurz vor der Machtübernahme aus Vietnam nach Kambodscha zurückgekehrt waren. Während der vierjährigen Schreckensherrschaft wurden schätzungsweise 1,7 bis 2 Millionen Menschen in Todeslagern umgebracht oder kamen bei der Zwangsarbeit auf den Reisfeldern ums Leben (bei einer Gesamtbevölkerung von etwas mehr als sieben Millionen). Im berüchtigten „Sicherheitsgefängnis 21“ in Phnom Penh, das unter der Leitung des unter seinem Pseudonym „Duch“ (auch „Dëuch“ oder „Deuch“) bekannten Kaing Guek Eav stand, überlebten sieben von insgesamt 15.000 bis 30.000 Gefangenen. Wer dort nicht an der Folter starb, wurde auf den Killing Fields vor den Toren der Stadt umgebracht. Die Massensäuberung wird von Experten auch als Autogenozid bezeichnet, da die Vernichtungsmaßnahmen der Regierung auf das eigene Staatsvolk zielten. Berichte über die Gräueltaten der Roten Khmer sorgten bis zu deren Absetzung für Diskussionen. Die Berichte von John Barron und Anthony Paul sowie Pater François Ponchaud, der als erster in seinem 1977 erschienen Buch Cambodge – année zéro über Massenmorde in Kambodscha schrieb, wurden von westlichen Linken wie dem Medienkritiker Noam Chomsky als nicht objektiv dargestellt. Die Aufmerksamkeit, die den berichteten Menschenrechtsverletzungen aus Kambodscha in der Presse zukomme, sei im Vergleich zu den Gräueltaten der US-Amerikaner in Kambodscha und Vietnam unverhältnismäßig, so Chomsky und Edward S. Herman in The Nation am 6. Juni 1977. Chomsky verwahrte sich gegen die Vorwürfe, seine damalige Kritik käme einer Relativierung der Schreckensherrschaft der Roten Khmer gleich. Zu sehen sei seine Kritik vielmehr als Widerlegung der Darstellung Kambodschas als eines „sanftmütigen Landes“, das 1975 durch die Roten Khmer plötzlich in den Abgrund gestoßen worden sei. Opferzahlen Bis heute wurden etliche Massengräber mit insgesamt ca. 1,39 Millionen Leichnamen im Land entdeckt, ausgegraben und ausgewertet. Diverse Studien differieren in ihrer Einschätzung der Gesamtopferzahlen zwischen 740.000 und 3.000.000. Die meisten bewegen sich zwischen 1,4 Millionen und 2,2 Millionen, wobei als Todesursache zur einen Hälfte Exekutionen (so durch Erschießen, Erschlagen, Köpfen mit Feldhacken und Ersticken mittels Plastiktüten; Kleinkinder wurden an Bäumen zerschmettert) und zur anderen Hälfte Tod durch Nahrungsmangel und Krankheiten angenommen wird. Entmachtung Am 25. Dezember 1978 marschierten kommunistische Truppen des wiedervereinigten Vietnam nach von den Roten Khmer initiierten Grenzzwischenfällen in Kambodscha mit dem Ziel ein, das Pol-Pot-Regime zu stürzen und eine pro-vietnamesische Regierung zu installieren. Dies geschah schon im Januar 1979, indem die „Einheitsfront für nationale Rettung“ das Pol-Pot-Regime stürzte und als neuen Regierungschef Heng Samrin einsetzte, der drei Tage später die „Volksrepublik Kampuchea“ ausrief. Pol Pot zog sich in den Untergrund zurück, und Norodom Sihanouk ging neuerlich ins chinesische Exil. Verschiedene westliche Staaten, u. a. die Bundesrepublik und die USA, protestierten gegen den Einmarsch.

Rote Khmer und vietnamesische Besatzung 

Sihanouk floh nach Peking  und gründete dort mit Hilfe der Kommunistischen Partei Chinas  die „Nationale Einheitsfront von Kampuchea“ (FUNK). Verbündet mit der FUNK waren die Roten Khmer , die aus der 1951 gegründeten Kommunistischen Partei  Kambodschas hervorgegangen waren und deren Guerillaaktivitäten gegen die Regierung Lon Nol sich bald zu einem Bürgerkrieg entwickelten. Von Nordvietnam unterstützt, konnten die Roten Khmer 1975 schließlich Phnom Penh erobern, woraufhin sie die Demokratische Republik Kampuchea  ausriefen. Sihanouk wurde zunächst symbolisches Staatsoberhaupt, musste aber 1976 zurücktreten und stand in der Folge unter Hausarrest. Neuer Staatschef wurde Khieu Samphan , neuer Ministerpräsident Pol Pot. Das neue Regime zerschlug die bestehenden Gesellschaftsstrukturen, um die Voraussetzungen für eine vorgeblich uniforme und egalitäre Gesellschaft nach maoistischem Muster zu schaffen. Die westliche Welt hat dieses rigorose Regime bald als "Steinzeit-Kommunismus" bezeichnet. Phnom Penh wurde innerhalb von 24 Stunden nahezu komplett entvölkert. Hunger und Krankheiten rafften große Teile der Bevölkerung dahin. Man zwang die Menschen aus den Städten aufs Land, um Kooperativen für Reisanbau zu bilden. Insgesamt forderte die Regierung Pol Pots zwischen 1,4 und 2,2 Millionen Opfer, vor allem Beamte, Intellektuelle und buddhistische Mönche, die in etwa 100 Vernichtungslagern gefoltert und hingerichtet wurden, weil sie Widerstand geleistet hatten oder einfach der „Bourgeoisie“ angehörten, wobei es oft ausreichte, lesen zu können oder eine Fremdsprache zu sprechen. Einfache Bürger starben auf dem Land an Entkräftung und Krankheiten als Folge der harten Märsche und Arbeit. Seit 1977 war Kambodscha in Grenzstreitigkeiten mit Vietnam verwickelt; die Roten Khmer verfolgten Einwohner der Grenzgebiete und töteten sie, darunter auch Vietnamesen. Dies sorgte für außenpolitische Spannungen. Als sich innerhalb der Regierung unter Heng Samrin eine Opposition bilden konnte, die das wiedervereinigte Vietnam um Hilfe bat, griff Vietnam Ende 1978 ein. Die Offensive vietnamesischer Truppen zur Beendigung des Terror-Regimes der Roten Khmer begann am 24. Dezember 1978. Bereits am 7. Januar 1979 eroberten sie Phnom Penh. Die Roten Khmer zogen sich nach Nordwestkambodscha zurück und begannen einen neuen Guerillakrieg. Unter der von Heng Samrin geleiteten „Einheitsfront für die Nationale Rettung Kambodschas“ wurde die Volksrepublik Kambodscha ausgerufen. Das Land war weitgehend abhängig von Vietnam. Auch musste Samrin der Besatzungsmacht im „Vertrag über Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit“ die Stationierung von Truppen gewähren. Die neue Republik wurde nur von einigen Staaten aus dem Ostblock und der Dritten Welt anerkannt. Rote Khmer, Sihanouk-Anhänger und Republikaner bildeten eine Guerillabewegung gegen die Regierung und die vietnamesischen Besatzer. Die Bewegung wurde von China, den USA und der ASEAN unterstützt und erhielt den Bürgerkrieg in den Provinzen aufrecht, war der vietnamesischen Armee aber stets unterlegen. Die in Kuala Lumpur 1982 gebildete und von Sihanouk geführte Exilregierung der Bewegung („Demokratisches Kampuchea“, CGDK) wurde von den Vereinten Nationen anerkannt und erhielt somit einen Sitz in der UN-Vollversammlung. Als sich gegen Ende der Achtzigerjahre die wirtschaftliche Schwächung der Sowjetunion auf Vietnam auswirkte, trat Hun Sen, der Heng Samrin 1985 abgelöst hatte, mit Sihanouk in Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung ein. Nach der Einigung zog Vietnam bis 1989 seine Truppen ab.

Kambodscha heute :

Am 23. Oktober 1991 schlossen die vier Bürgerkriegsparteien den Pariser Friedensvertrag, der einen Waffenstillstand bestimmte und für 1993 Neuwahlen ansetzte – ein Waffenstillstand wurde zuvor am 24. Juni 1991 unter Vermittlung der Vereinten Nationen  unterzeichnet. Kambodscha kam für 18 Monate unter eine UN-Übergangsverwaltung. Eine 16.000 Mann starke Friedenstruppesollte die Kämpfer entwaffnen, den Waffenstillstand überwachen und die Wahlen organisieren. Dem Obersten Nationalrat als Übergangsregierung stand Prinz Norodom Sihanouk vor, Koalitionspartner wurden Sihanouks Sohn Norodom Ranariddh  (Erster Ministerpräsident) mit der royalistischen FUNCINPEC und Hun Sen (Zweiter Ministerpräsident), der Führer der Kambodschanischen Volkspartei . Zudem trat eine neue Verfassung in Kraft, die als Staatssystem eine konstitutionelle Monarchie  mit demokratischem Mehrparteiensystem und einer Marktwirtschaft bestimmt. Die Roten Khmer, die den Vertrag mitunterzeichnet hatten, boykottierten jedoch die Wahlen in den von ihnen besetzten Nordgebieten und ließen sich nicht entwaffnen. Die UN reagierten 1992 mit Wirtschaftssanktionen, die vor allem den Verkauf von Tropenholz und Erdöl betrafen, wobei Ersteres eine wichtige Einnahmequelle der Roten Khmer darstellte. Außerdem wurde die Beschlagnahmung von Auslandsvermögen angedroht. Die Roten Khmer antworteten mit der Entführung von UN-Truppenangehörigen und setzten ihren Guerillakampf fort. Tausende flohen aus Angst vor neuen Massenmorden. Nach einer letzten Verschärfung der Kämpfe begann die Gruppe ab 1996 auseinanderzubrechen. Ieng Sary , der Statthalter von Pailin, lief zur Regierung über. Im selben Jahr wurde Pol Pot durch die Gruppe in einem Schauprozess zu lebenslanger Haft verurteilt und starb 1998 im Gefängnis unter nicht vollständig geklärten Umständen. Ende 1998 ergaben sich die letzten Einheiten der Roten Khmer im kambodschanisch- thailändischen Grenzgebiet. Ende der Neunziger wuchsen die Spannungen zwischen den beiden Ministerpräsidenten. 1997 wurde Sam Rainsy von Unbekannten mit Granaten attackiert; außerdem gipfelten die Spannungen zwischen Hun Sen und Ranariddh in offene kriegerische Auseinandersetzungen. Die Armee hatte sich gespalten und die Truppenteile unterstützten jeweils eine der beiden Parteien. Schließlich ging Hun Sen als Sieger hervor. Die Kambodschanische Volkspartei regierte daraufhin alleine, der gestürzte Norodom Ranariddh wurde in Abwesenheit wegen Waffenhandels und Hochverrats verurteilt. Auf Druck der ASEAN und nach den Wahlen zur Nationalversammlung 1998 wurde Ranariddh rehabilitiert und zum neuen Vorsitzenden der Nationalversammlung ernannt. Hun Sen blieb erster Ministerpräsident. In den Kommunalwahlen von 2002 errang die Volkspartei einen überwältigenden Sieg. Die Wahlen gelten als wichtiger Schritt zur Demokratisierung, auch wenn mehr als 20 Menschen beim Wahlkampf ums Leben kamen. Am 7. Oktober 2004 dankte König Norodom Sihanouk im Alter von 81 Jahren aus gesundheitlichen Gründen ab. Der Thronrat setzte Norodom Sihamoni als Nachfolger ein, sein Halbbruder Ranariddh verzichtete, um in der aktiven Politik verbleiben zu können.

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